SPIELART FESTIVAL MOMENT OF STARLINGS DOKUMENTATION

CIUDADES PARALELAS/ PARALLELE STÄDTE

Für „Ciudades Paralelas“ luden Lola Arias und Stefan Kaegi  KünstlerInnen ein, Interventionen für öffentliche Räume zu erfinden. Beobachtungsstationen für Situationen. Es sind Projekte, die einen täglich benutzten Raum in eine Bühne verwandeln und Zuschauer dazu verführen, Zeit in diesem Raum zu verbringen, bis sich seine Wahrnehmung verändert. Stücke, die für Massen gebaute Räume subjektiv erlebbar machen.

In Berlin, Buenos Aires und Zürich werden die die acht Projekte jeweils neu kontextualisiert und mit Darstellern aus der Stadt inszeniert.

Corso Leopold am 11./ 12. September

Der nächste Corso Leopold am 11./ 12. September steht vor der Tür! Und es ist "Corso Wetter" angesagt zum genussvollen flanieren am Samstag von 16.00 Uhr bis 2.00 Uhr nachts und am Sonntag von 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr.

Das aktuelle Kulturprogramm ist online und das Programmheft kann hier heruntergeladen werden.

 

Sponsor für 4 km Holz gesucht

Für das Projekt "Isarlust - Temporäre Fußgängerbrücke" im Oktober 2010 suchen wir noch bis zu 4 km Kantholz und Bohlenbelag zu günstigen Preisen oder eine Firma, die das Holz verleiht oder sponsort.

Stückliste Holz pdf

Kurzkonzept

Für Rückfragen, Sponsoringmöglichkeiten etc. steht Ihnen Katharina Lorenzini und Ulrike Bührlen gerne zu Verfügung.

Tel. 089- 5 18 18 740

Isarlust - Temporäre Fußgängerbrücke vom 22.10. bis 31.10.2010

Eröffnungsfest am 23./24.10.2010 geplant

Zur Eröffnung soll es am 23./24.10.2010 ein stadtteilübergreifendes Kulturfest geben. Hierfür und auch für das Rahmenprogramm während der Veranstaltungswoche suchen wir noch Partner für Führungen, Infostände, Kinderprogramm, Musik (unplugged), Performances, Gastronomie, Beleuchtung, Kunst und Kultur. 

Anmeldeformular als pdf

Kurzkonzept als pdf

Debatte: Flash Mobs & urbane Schwärme - die neue Muße?

Flaneur heute

Flash Mobs und Urbane Schwärme sind Gegenthesen zum "Ist" unserer Städte. Die schwärmenden Urbanauten bilden eine Gegenöffentlichkeit. Die Stadt die zunehmend strömt, fragmentiert, entleert, privatisiert, vergißt, übersieht, vernachlässigt, zerbricht, reguliert, bestraft, überwacht fordert uns heraus, wir wollen die Gegenwart der Stadtgesellschaft in Frage stellen.

Mit den Mitteln der modernen Kommunikation formulieren wir uns bei unseren urbanen Schwärmen (zuletzt beim Spielart Festival) als lebendige Gegenthese im Stadtraum. Während die blinkenden und ständig Aufmerksamkeit fordernden Gerätchen einerseits als Ende der abendländischen Zivilisation gelten können, geben sie dem modernen Flaneur die Möglichkeit sich in Verbindung zu setzen und Formen für die Stadt von morgen zu entwickeln.

Der Wilde Westen in der Hosentasche

Wer sein Gerät liebt, der schiebt. Dazu müssen wir zuallererst unsere Smartphones beherrschen lernen. Begreifen wie wir sie für unser Wollen einsetzen können und uns Ihrem Sog entziehen können. Dann werden sie zu Mitteln der Befreiung der Stadt! Entscheidend wird sein, wer die sich neu herauskristalisierenden "Öffentlichen Zwischenräume" erkennt, entdeckt, erobert, bespielt, reflektiert und debattiert. Es ist noch nicht aller Tage Abend im öffentlichen Raum, wenn immer mehr Menschen das "Internet in der Hosentasche" tragen und die Mittel des Echtzeit-Internets nutzen lernen. Denn wie so viel Medien ist das Mobile Web für alle Inhalte offen, insbesondere da es von jedem von uns - mittlerweile sogar von unterwegs und in Echtzeit - geschrieben werden kann.

Unter "Öffentlichen Zwischenräumen" verstehen wir den Raum der durch die Gleichzeitigkeit von urbanen und virtuellen öffentlichen Räumen entsteht. Die Nutzer dieser öffentlichen Zwischenräume sind gleichzeitig Teil einer Ausstülpung des virtuellen öffentlichen Raumes in den physischen urbanen Stadtraum und einer umgekehrten Ausstülpung. Möglich wird das erstmals durch die neue Generation der Smartphones mit mobilem Internet.

In diesem "Zwischenraum der Echtzeit" gibt es noch Freiräume, die zu erkunden eine lohnende Aufgabe für urbane Pioniere und Künstler darstellt. Und auch andere beginnen sich für den "Wilden Westen in der Hosentasche" zu interessieren. In diesem Raum der umgestülpten Logiken (Alice im Wunderland?) tummeln sich schon so einige. Programmierer und "Nerds" machten den Anfang. Sozialwissenschaftler und -theoretiker erkannten die Möglichkeiten. Kommunikationsstrategen und Marketingexperten beginnen die "Potentiale" zu nutzen. Klassische Medien machen Vorstöße in diese neuesten neuen Medien. Demnächst wohl auch politische Parteien auf der Suche nach dem Wähler von morgen. Und eben auch Künstler...

Kritische Anmerkungen zu "Moment of Starlings"

schwarm 00: Geheimer Treffunkt in den Kammerspielen. Seifenblasen in den Fünf Höfen. Freeze im U-Bahn-Zwischengeschoß. Ausruhen im Kulturreferat. Warteschlange vor genau einem Geldautomaten. Abschlußfest im versteckten Raum im U-Bahn-Untergeschoß.

schwarm 01: Geheimer Treffpunkt im Residenztheater. Eroberung der Trambahn mit Liedgut. Rolltreppen in Gegenrichtung im Hertie. Summen im Schließfachtrakt des Hauptbahnhofs. Rote Rosen für Sicherheitskräfte. Lange Schlange durch den Bahnhof. Kollektives Taxifahren. Blitzlichtgewitter im Spiegelsaal des Hotels. Abschlußfest im Kindermuseum im Hauptbahnhof.

schwarm 02 (Rückkanal-Test): Lesung im Buchladen. Walzer im Isartor. Lange Schlange über den S-Bahnhof. Rolltreppe Hochrennen zum Breiterhof. Zickzackgehen im Patentamt Innenhof. Bellen an der Turbine. Kissenschlacht am Vater-Rhein-Brunnen. Glühwein vor der Muffathalle/Spielartzentrum.

schwarm 03: Geheimtreff im Diana Tempel. Tape Mob - Reclaim the Streets auf dem Altstadtring. Untertauchen im Haus der Kunst. Erholsamer Sleep In im Museum. Entwischen durch den Hintereingang. Walzer vor dem US-Konsulat. Walzer im Sicherheitszaun? Abschlußfest im geschlossenen P1.

Alle Happenings lassen sich als Gegenthese, kritische Öffentlichkeit, Reflexion, Infragestellung, Meditation zu den jeweiligen Raumlogiken am Ort verstehen. Aber nicht bei allen ging es um Innehalten, Flanieren, Bewußtwerden, Kontemplation, Wahrnehmen. Manchmal wurde es hektisch, provokativ, ausgelassen fröhlich, schnell. Doch auch hier wurde das "Ist" am jeweiligen Ort in Frage gestellt. Es geht also vielleicht mehr um ein verlassen der vorherschenden Raumlogiken. Wobei die Bemerkung gestattet sei, dass die Momente des Innehaltens, der Muße (Summen, Freeze, Lesung, Geheime Treffen, Seifenblasen, Warteschlange) die größere Kraft und Tiefe besaßen.

Tagung "Die Vermessung des Urbanen"

Der öffentliche Raum erlebt derzeit eine Renaissance. Anders als es Kulturpessimisten prophezeiten, wird die Stadt derzeit nicht trotz, sondern gerade wegen des Internets, die immer breitere Nutzung sogenannter sozialer Netzwerke und die Verbreitung von Smartphones mit mobilem Internetzugang neu vermessen. Es scheint als entstehe zwischen dem öffentlichen Raum der Stadt und dem des Internets ein neuer Raum. Man könnte ihn den "öffentlichen Zwischenraum" nennen.

Diesen zu erkunden, macht sich die Kooperationstagung "Die Vermessung des Urbanen" der Ev. Akademie Tutzing und der urbanauten zur Aufgabe. Am beschaulichen Starnberger See, weit ab von jeglicher Urbanität, werden zu Beginn des neuen Jahres Fragen zum öffentlichen Raum im Spannungsfeld zwischen Internet und Stadt bearbeitet.

Zeit: 14. bis 16. Januar 2011
Ort: Ev. Akademie Tutzing, Tutzing

Ab sofort kann hier über inhaltliche Fragen der Tagung diskutiert werden.

Argentinisches Wanderkino Cine Móviles 

Mit dem Sterben der kleinen Filmtheater ist das Stadtteil-Kino, ein Ort der Kulturen und Generationen vereinte, als einer der wichtigsten Begegnungsorte der Stadtbevölkerung verschwunden – so entstand die Idee der Wanderkinos. Mit den urbanauten und Cine Móviles aus Argentinien sind im September zwei Wanderkino-Projekte zu Gast in der Pasinger Fabrik.  

Zeit: Sonntag, 26. September 2010, ab 15.00 Uhr
Ort:
Pasinger Fabrik, August-Exter-Str. 1

Click to read more ...

Büro sucht Nachmieter!

Die urbanauten und der Corso Leopold packt die innerstädtische Wanderlust! Nach knapp zwei Jahren ist es an der Zeit, sich ein neues Domizil zu suchen. Wir lassen deshalb unser wirklich sehr geliebtes Büro in der Großmarkthalle hinter uns und ziehen weiter in andere, nicht weniger traumhafte Gefilde Münchens.

Ab Anfang/ Mitte September 2010 wird deshalb unser wunderschönes Büro im 3. Stock im alten Kontorhaus auf dem Gelände der Großmarkthalle, mit weitem Blick über die Stadt, frei. Das Büro hat drei Zimmer, mit zwei seperaten Eingängen, großen Fenstern, viel Licht und der Isar in unmittelbarer Nähe.

Ab Anfang/ Mitte September 2010 sind zu vermieten:

Büro mit zwei Zimmer: 64qm/ 950€ (warm/ Brutto)
Büro mit einem Zimmer: 24qm/ 358€ (warm/ Brutto)

oder

Büro mit drei Zimmern: 88qm/ 1308€ (warm/ Brutto)


Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei:


Anja Junghans
a.junghans@die-urbanauten.de
Tel.: 089 - 518 18 740

Diskussion: Zukunft des Großmarkgeländes

Die Umgestaltung des Großmarktgeländes ist eines der großen innerstädtischen Entwicklungsvorhaben, das Stadtplaner und Anwohner die nächsten Jahrzehnte beschäftigen wird. Wohin die Zukunft des Großmarktes und langfristig des Schlacht- und Viehhofes gehen soll, ist in einem groben Rahmen im
Konsens bereits festgelegt. Das Gelände soll nachverdichtet, optimiert und ergänzt werden.

In dem Areal mitten in der Stadt liegen viele Potenziale. Wie und ob diese Chancen genutzt werden, hängt von der städtebaulichen, funktionalen und inhaltlichen Idee ab, die dem gesamten Gelände und seinen angrenzenden Stadtteilen eine Perspektive geben soll.

Die Fragen, wie die originelle Identität des Gebiets bei aller Optimierung gestärkt und fruchtbar gemacht werden kann, welche Bedeutung die Entwicklung für Sendling und für die Gesamtstadt hat, welche Möglichkeiten sich für Wohn-, Arbeits- und Lebensformen bieten, welche gesellschaftlich relevanten

Funktionen das Areal erhält, sollten neben der dringend erforderlichen Ertüchtigung des Großmarktes erörtert werden. Es geht also um ein Gesamtkonzept, das unter Berücksichtigung der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu einer stadtbereichernden Vision führt. Die Diskussion darüber wollen wir eröffnen.

 

Montag, 26. Juli 2010, Großmarkt, Halle 2, Eingang über Kochelseestraße

16.30 – 18.30 Uhr- Führung durch das Areal
Rainer Hechinger, 2. Werkleiter Markthallen München
Treffpunkt vor der Gaststätte Großmarkthalle, Zugang über Kochelseestraße

19.00 – 21.00 Uhr - Diskussion
Ernst Dill, stellvertretender Vorsitzender Bezirksausschuss Sendling
Johannes Dragomir, Stadtplaner
Gabriele Friderich, Kommunalreferentin und 1. Werkleiterin Markthallen München
Rolf-Maria Krückels , Künstler und Mieter
Günther Warchola, Präsident der Interessengemeinschaft IG GMH München
Moderation Ursula Ammermann, Münchner Forum

Debattierclub der urbanauten

Donnerstag, 22. Juli 2010, 19.30 Uhr | Lothringer13
„Public Space open till 8 p.m.“
Martin Klamt über die Strategie, Räume ohne Türen zu schließen

Das vieldiskutierte „Right to the city“ gilt nicht für alle und keineswegs überall; das Ideal der Agora, auf der jeder gesehen und gehört oder auch nur geduldet wird, ist häufig eher Utopie als Realität. Politisch, ökonomisch und sozial motivierte Strategien des Ein- und Ausschlusses bestimmter Personen werden vielfach durch Planung und Gestaltung städtischer Räume vollzogen und überhaupt erst ermöglicht. Martin Klamt zeigt ein Spektrum solcher städtebaulicher und architektonischer Techniken auf, das zwischen Planungsleitbildern, baulichen Grenzen und rechtlichen Verboten oszilliert. Der Fokus richtet sich dabei auf die oft sehr subtile Wirkung des Raums auf die alltägliche Nutzung der Stadt.

Ab 19 Uhr parallel in der Lothringer13/Halle und im spiegel: Eröffnung der Ausstellung Cityscale
______________________ 

Freitag, 23. Juli 2010, 19.30 Uhr | Lothringer13
MACHT!
Dr. Heinz Schütz über Stadt-Inszenierung von oben und künstlerische Anarchie von unten

Der Stadtraum ist immer auch ein Raum der Macht. Von totalitären Regimen wird er von oben inszeniert, von Künstlern immer wieder von unten sabotiert. Im scheinbar ideologiefreien und als demokratisch postulierten Raum agieren naturalisierter Kapitalismus und Medien als neu-alte Mächte. Wo bleibt ein Spielraum? 

Click to read more ...