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« Spielart Festival - Kinospot | Main | SMSmob/ @TWTflash in Müchen - das erste Münchner Schwarmexperiment »

Heute, 10.11., 17.58 Uhr: Schwärmen für Fortgeschrittene (Generalprobe)

Nach dem schicken Auftakt am Dienstag, 3.11.2009 (Vielen Dank noch mal an alle 350 Mitspieler und den BR, der unser kopflastiges Kunst-Konzept so schön einfach erklärt!), laden die urbanauten nun zum „Schwärmen für Fortgeschrittene“ am kommenden Dienstag, 10.11.2009 um 17.58 Uhr. Dabei wird in einer Generalprobe der Schwarm weiterentwickelt. Die Happenings startet dann wieder am 25.11. und am 3.12. im Rahmen des Spielart Theater-Festivals richtig durch. Anmelden: SMS an die Telefonnummer 11832 mit Text schwarm 01 (10.11.), schwarm 02 (25.11.) oder schwarm 03 (3.12.) (jeweils 4,99 €) oder Follow @TWTflash auf Twitter (kostenfrei).

Für alle fortgeschrittenen Schwarmforscher und den neugierigen Schwarmnachwuchs gibt es diesen Dienstag, 10.11.2009, eine Sneak-Preview unter realen Bedingungen im öffentlichen Raum. Dabei steht vor allem die Weiterentwicklung der Schwarmkommunikation und des Schwarmverhaltens im Vordergrund und weniger der klassische Flashmob. Der geheime Treffpunkt wird um exakte 16.58 Uhr per SMS oder auf @TWTflash kommuniziert. Um 17.58 Uhr geht’s dann los.

Schwarmkommunikation: Wir richten mehrere Rückkanäle ein. Das heißt die SMSmob-Schwärmer und die @TWTflash-Schwärmer können in Echtzeit mit der ominösen Geheimzentrale kommunizieren und selber den Schwarm steuern und amüsante Happenings einspeisen. Mit dem Hashtag #schwarm1 kann auf Twitter außerdem vor, während und nach dem Happening über die Ereignisse live diskutiert werden. Im Vorfeld werden auf diesem Blog außerdem noch zahlreiche internete Dokumente publiziert, zu denen wir um Euer Feedback bitte.

Schwarmverhalten: Wir üben noch mal in Echtzeit die drei Schwarmprinzipien und das Verhalten für den Fall dass die grauen Männer des Systems auftauchen. Hier noch mal zum Nachlesen die drei Grundprinzipien (wer’s lieber visuell mag, dem sind die beiden Videos zu empfehlen):

1. Bewege dich in Richtung des Mittelpunkts derer, die du in Deinem Umfeld siehst (Kohäsion).

2. Bewege dich weg, sobald Dir jemand zu nahe kommt (Separation).

3. Bewege Dich in etwa in dieselbe Richtung wie Deine Nachbarn (Alignment).

Plus Taktik #1: Wenn die grauen Männer schwierig werden, kommt eine SMS- und @TWTflash-Nachricht mit „FLIEGT AUSEINANDER. Untertauchen. Gleich mehr Infos.“ Kurze Zeit später kommt ein neuer geheimer Treffpunkt per SMS oder @TWTflash.

Fragen oder Ideen? Wir freuen uns über jeden Input von Euch. Einfach einen Kommentar schreiben. Und vielen Dank schon mal an alle, die bereits Vorschläge gemacht haben!

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Reader Comments (2)

mal eine idee zum schwarmverhalten:
das war letztes mal schon ok, aber so richtig nach einem schwarm sah das noch nicht aus.
und ich glaube das liegt daran, dass menschen eben a) individuelle wesen sind und vor allem b) BEWUSST dinge tun. also quasi schwer nur "so weit runter" kommen, dass sie ausschließlich auf ein reduziertes regelset reagieren.

so würde ich sagen, dass 1 & 2 das letze mal schon gut geklappt haben, aber das es beim "alignment" noch hapert. hier müsste man evt. die menschliche natur etwas kompensieren.

und ich glaube das ließe sich erreichen, in dem man ca. jedem 10ten teilnehmer einen roten aufkleber auf den rücken macht und stattdessen sagt "regel 3: folge bevorzugt teilnehmern mit rotem punkt".

=> die leute, die immer wieder zwischendurch "individuell" die richtung wechseln (weil sie gucken wollen, was passiert / aus spass etc.) würden sich schneller wieder der nächsten "lokalen gruppe" anschliessen. denn das problem für menschen ist hier, einfach schnell wieder zu entscheiden: "wer sind jetzt meine nachbarn?"
=> ein "individuell richtungs-wechsler" MIT aufkleber nimmt so wahrscheinlich seine lokale gruppe mit, es gibt also auch da weniger "vorübergehende singles"
=> nachdem die regel ja auch für "aufklebertäger" gilt, würde sich so insgesamt ein verband aus verbundenen "aufklebertägern" mit ihren jeweiligen "lokalen gruppen" bilden, was in der wirkung wohl schon ziemlich schwarm-ähnlich wäre.

naja, so oder so ähnlich könnte ich mir vorstellen, dass man den schwarm noch ein bißchen "harmonischer" bekommt...

November 10, 2009 | Unregistered Commentergucadee

Morgen gucadee,

spannend, spannend. Intensive Anregungen zum Schwaärmen, die sicher nicht ungehört bleiben werden. Deine Anmerkungen zur menschlichen Natur finde ich sehr interessant. Und das ist ja gut so, dass der Mensch so individuell und bewußt ist. Ich bin mir also letzten Endes nicht so sicher, ob es uns gelingen wird im Rahmen des Spiels einen Schwarm auf die Beine zu stellen, der dem der Stare oder ähnlichem gleichkommt. Vielleicht ist das auch gar nicht das Ziel, sondern mehr eine Inspiration.

Meine Überlegung ist eine andere. Ich denke es ist gerade spannend, wenn es uns nach und nach gelingt das Herrausbilden von herrausgehobenen Personen abzubauen. Letzten Endes gab es ja letztes Mal einige davon. Den Charlie Todd, den Ben David, diverse Leute in einer koordinierenden Telefonkonferenz, zahlreiche Helfer vor Ort, Spitzentwitterer und Oberblogger.

Ich denke der Schwarm den wir uns vorstellen besteht vor allem aus einem hierarchiefreien Gebilde, dass sich genehmigungsfrei im öffentlichen Raum bewegen kann/darf. Ja vielleicht sogar, wenn sich die Twittergemeinde weiter so schnell entwickelt ganz ohne die Organisation durch die urbanauten, eine Förderung durch das Kulturreferat (als Theaterprojekt) oder ähnliches auskommt.

Vielleicht darf ich noch einen weiteren Aspekt einfügen, der mich an dem Projekt sehr reizt. Der Raum unter den drei Minuten! In einer dermassen überregulierten Stadt wie München (mit den entsprechenden grauen Männern, die die Regeln vollstrecken) erscheint es uns geradezu faszinierend, dass wir letzten Dienstag einfach so machen konnten und das obwohl die wachsamen Augen des Staates ständig anwesend waren. Vielleicht waren wir einfach zu schnell, zu flüchtig, zu viele? Mal sehen, wie die sich heute verhalten.

November 10, 2009 | Unregistered Commenteranonym

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